Die erste Projektphase im Überblick

Mit dem Modellprojekt Gröön Dörp werden kleine Dörfer in Schleswig-Holstein dabei unterstützt, ihre Gemeinden artenreicher und biodiverser zu gestalten. Das Interesse war groß: Insgesamt bewarben sich 38 Gemeinden, aus denen vier Modellgemeinden für das Projektjahr 2026 ausgewählt wurden.

Gemeinsam mit dem Projektteam der ALR SH e.V. sind die Initiativen nun in die erste Projektphase gestartet.

Gemeinsam Ideen entwickeln

Zwischen April und Mai fanden in allen vier Modellgemeinden erste Kennenlerntermine statt. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie kann unsere Gemeinde in den kommenden Jahren artenreicher werden?

Dafür wurde zunächst eine gemeinsame Zukunftsvision entwickelt. Mit einer kreativen „Postkarte aus der Zukunft“ beschrieben die Teilnehmenden, wie ihre Gemeinde nach zwei Jahren Projekt aussehen könnte. Anschließend wurden auf großen Luftbildern der Gemeinden Flächen markiert, die besonders interessant für den Natur- und Artenschutz sind oder Potenzial für neue Maßnahmen bieten.

Neben möglichen Projektflächen wurden auch Ideen für die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Vereinen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit gesammelt.

Von der Idee auf die Fläche

Im Juni ging es dann gemeinsam hinaus ins Dorf. Bei Begehungen wurden die zuvor ausgewählten Flächen genauer betrachtet und erste Maßnahmen vor Ort diskutiert.

Begleitet wurden die Termine vom Ökologen Michael Pakschies sowie Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Landschaftspflegeverbände beziehungsweise des Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL). So konnten bereits früh Fördermöglichkeiten, fachliche Hinweise und mögliche Kooperationen einbezogen werden.

Der Grundstein ist gelegt

Für jede Modellgemeinde liegt nun eine Übersicht mit möglichen Maßnahmenflächen und ersten Projektideen vor. Einige Aktionen lassen sich bereits kurzfristig umsetzen – beispielsweise das Anbringen von Fledermauskästen oder die Vorstellung der Initiative auf lokalen Veranstaltungen.

Gleichzeitig beginnt nun der nächste wichtige Schritt: Gemeinsam mit den Initiativen werden die Ideen weiter ausgearbeitet und in einem Aktionsplan gebündelt. Dieser soll als Fahrplan für die kommenden Jahre dienen und dabei helfen, die Gemeinden Schritt für Schritt artenreicher und biodiverser zu gestalten.